Ein Domain-Umzug dauert technisch nur Minuten. Ärger gibt es fast immer aus demselben Grund: Drei Dinge werden für eines gehalten.
Drei Dinge, die oft verwechselt werden
- Die Registrierung: Bei welchem Anbieter die Domain verwaltet und bezahlt wird.
- Die Nameserver: Wer der Welt mitteilt, auf welchen Server die Domain zeigt und wohin E-Mails gehen.
- Das Hosting: Der Server, auf dem die Dateien Ihrer Website tatsächlich liegen.
Alle drei können beim selben Anbieter liegen, müssen es aber nicht. Bei einem Wechsel ziehen meist alle drei um – und zwar in einer bestimmten Reihenfolge.
Die richtige Reihenfolge
- Website am neuen Ort bereitstellen. Die Seite wird kopiert und über eine Vorschauadresse geprüft, während die alte Seite unverändert weiterläuft.
- Postfächer anlegen. Jede E-Mail-Adresse der Domain muss am neuen Ort existieren, bevor umgeschaltet wird.
- Authcode anfordern. Das ist das Passwort für den Wechsel. Sie bekommen es vom bisherigen Anbieter; bei .de-Domains ist es 30 Tage gültig.
- Umzug starten. Der neue Anbieter trägt mit dem Authcode seine Nameserver ein.
- Kontrollieren. Website, Zertifikat, E-Mail-Empfang und alte Adressen werden einzeln geprüft.
Warum manche noch stundenlang die alte Seite sehen
Internetanbieter merken sich, wohin eine Domain zeigt, damit nicht bei jedem Aufruf neu nachgefragt werden muss. Dieser Zwischenspeicher läuft erst nach einer festgelegten Zeit ab. Bei .de-Domains kann die Information, welche Nameserver zuständig sind, bis zu 24 Stunden gespeichert bleiben.
In dieser Zeit landet ein Teil der Besucher schon auf dem neuen Server, ein anderer noch beim alten. Hat der alte Anbieter die Seite bereits gelöscht, sehen diese Besucher eine Fehlermeldung. Deshalb bleibt die alte Seite stehen, bis der Übergang durch ist.
Wohin eine Domain gerade zeigt, lässt sich mit einer einzigen Abfrage prüfen:
$ dig +short NS nextwebsolution.de ns1.nexthosting.net. ns2.nexthosting.net. $ dig +short nextwebsolution.de 46.225.84.92
Die zwei häufigsten Pannen
E-Mails kommen nicht mehr an
Mit den Nameservern ziehen auch die Einträge für den E-Mail-Empfang um. Gibt es das Postfach am neuen Ort noch nicht, gehen Nachrichten an den Absender zurück. Alte E-Mails ziehen außerdem nicht von selbst mit; sie müssen übertragen werden.
Der Browser warnt vor der Seite
Ein SSL-Zertifikat kann erst ausgestellt werden, wenn die Domain auf den neuen Server zeigt. Für wenige Minuten nach der Umstellung kann deshalb eine Warnung erscheinen. Danach verlängert sich das Zertifikat automatisch.
Was Sie vor dem Umzug zusammentragen sollten
- Zugangsdaten zum bisherigen Anbieter
- Eine Liste aller E-Mail-Adressen der Domain
- Besondere Einträge, zum Beispiel für Newsletter-Dienste oder die Bestätigung bei Google
- Das Datum, an dem der alte Vertrag endet
Wenn Sie den Umzug nicht selbst machen möchten: Wir übernehmen das, siehe Website-Umzug.